Stabilität im Geist durch Erkennen
Die 6 klassischen Systeme der indischen Philosophie werden als die 6 Darshanas bezeichent. Darshana bedeutet "Vision" bzw. "Sicht". Eine Sicht um zur Erkenntnis zu gelangen. Eine dieser 6 Darshanas ist Yoga. Was sagt Yoga? Wie man das göttliche erreicht. Im Yoga Sutra von Patanjala 1.24 wird beschrieben:
klesha karma vipaka ashayaih aparamrishtah purusha-vishesha ishvara
kleśa — Leidensursachen, geistige Verunreinigungen, karma — Handlungen und ihre Wirkungen, vipāka — Resultate / Früchte der Handlungen, āśayaiḥ — durch latente Eindrücke / karmische Speicher, aparamṛṣṭaḥ — unberührt, unbeeinflusst, puruṣa-viśeṣaḥ — besonderer Geist / einzigartiges (höchstes) Bewusstsein, īśvaraḥ — der Herr / Gott

Das göttliche wird damit charakterisiert durch das reine Bewusstein das frei und unberührt ist von Leid, Karma, Resultaten, Eindrücken und mentalen Konditionierungen. "Gut und Schlecht, Schwierigkeiten und Vergnügen. Die Pflicht des Menschen ist es Herr über den eigenen Geist zu werden um Gott zu erreichen" (Quelle: BNS Iyengar Übersetzt aus dem Englischen)
Die Schlagzeilen der vergangenen Tage lauteten: "Bürgermeister ist Rathausschlüssel nach nicht einmal 100 Tagen los" und "das Rathaus jetzt in Narrenhand!". Im Bodenseekreis wurden am "schmotziger-dunschtig" alle Rathäuser von Narren besetzt. Quelle: Südkurier
Mit einem Augenzwinkern könnte man anmerken, dass die sich in der internationalen Politik abzeichnende Strömung nun auch den Bodenseekreis erreicht hat.
Das wirft die Frage auf, wodurch sich ein guter Leader auszeichnet. Ist es eine Person, die Unruhe, Zwietracht und Verunsicherung stiftet und möglicherweise zu einer schlechten Clown-Show gehört?
Oder ist es eine Person, die aus Überzeugung handelt, Respekt und Verantwortung zeigt, Rückgrat hat und den Mut besitzt, Dinge beim Namen zu nennen? Marc Carney, der Premierminister Kanadas, schloss seine Ansprache in Davos mit einem Aufruf zu Ehrlichkeit, Zusammenarbeit und Selbstbehauptung ab. Er sagte, die alte Ordnung werde nicht zurückkehren, aber aus dem Bruch könne etwas „Größeres, Gerechteres und Stärkeres“ entstehen. (Quelle: Wikipedia)
Stabilität im Geist durch Erkennen
„Der Zerfall des Westens“ bzw. die Sorge davor, ist ein großes, aktuelles Thema in den Medien, das Unruhe, Zwietracht und Verunsicherung hervorruft. Der italienische Ausdruck „Preoccupazioni” bedeutet „Sorgen”. Dieser Begriff kann ins Englische mit „Preoccupation“ übersetzt werden. (Mit Dingen vorbeschäftigen, die eventuell nie eintreten werden.) Allerdings ist zu erkennen, dass die Führer der westlichen Welt Ruhe und Zuversicht ausstrahlen. Die Eurokrise wurde damals durch die Haltung und alleinige Aussprache der Worte „Whatever it takes"“ (wird getan werden) beendet. Dies wurde erstmals von Mario Draghi während der Eurokrise geäußert.
Was ist für dich die Definition des „Westens” bzw. der „westlichen Welt”? Viele würden auf diese Frage vielleicht antworten: „Mac Donald's, Burger King, Coca Cola oder Pepsi, Kommerz, wirtschaftliche und militärische Macht”.
Reduziert auf diese Dinge wird man aber weder die westliche Welt anführen noch wird man Teil von ihr sein.
Es bietet sich an, einen Blick darauf zu werfen, welche Werte diesen Begriff auszeichnen und die allen Staaten der westlichen Welt gemeinsam sind:
„In den Staaten der westlichen Welt werden die Menschen- und Bürgerrechte garantiert, es wird angestrebt, Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Individualismus, Toleranz, Gewaltenteilung und Gleichheit zu verwirklichen, und man praktiziert die liberale Demokratie.“ Hierzu gehören unter anderem die meisten europäischen und nordamerikanischen Länder, Australien, Neuseeland sowie Israel und Japan. (Quelle: Wikipedia)
Auch die Ansprache von Emmanuel Macron, dem Präsidenten der Französischen Republik, wurde in Davos aufmerksam verfolgt. Europa?!? Auf jeden Fall!
In diesem Zusammenhang finde ich das Video bemerkenswert, das vom Auswärtigen Amt veröffentlicht wurde: Ein Pinguin, der fliegt – das ist übrigens auch eine Wirkung von Yoga.
Die Europäische Union basiert auf folgenden göttlichen Werten:
Würde des Menschen
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen. Sie bildet das eigentliche Fundament der Grundrechte.
Freiheit
Die Freizügigkeit ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, innerhalb der EU zu reisen und ihren Wohnsitz zu wählen. Persönliche Freiheiten wie die Achtung des Privatlebens, Gedankenfreiheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, die Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit sind durch die EU-Charta der Grundrechte geschützt.
Demokratie
Die Arbeitsweise der Union beruht auf der repräsentativen Demokratie. Alle EU-Bürger/innen haben automatisch politische Rechte. Alle erwachsenen EU-Bürger/innen haben das aktive und passive Wahlrecht für die Wahlen zum Europäischen Parlament. Sie können sich sowohl im Wohnsitzland als auch im Herkunftsland zur Wahl stellen.
Gleichstellung
Bei der Gleichstellung geht es um gleiche Rechte aller Bürger/innen vor dem Gesetz. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist Teil aller politischen Maßnahmen der EU und Grundlage der europäischen Integration. Sie gilt für alle Bereiche. Der Grundsatz des gleichen Lohns für gleiche Arbeit wurde bereits 1957 in den Römischen Verträgen festgeschrieben.
Rechtsstaatlichkeit
Grundlage der EU ist die Rechtsstaatlichkeit. Alle ihre Tätigkeiten stützen sich auf freiwillig und demokratisch von ihren Mitgliedsländern vereinbarte Verträge. Recht und Gesetz werden von einer unabhängigen Justiz aufrechterhalten. Die EU-Mitgliedsländer haben dem Europäischen Gerichtshof die Befugnis übertragen, in letzter Instanz zu entscheiden. Seine Urteile müssen von allen respektiert werden.
Menschenrechte
Die Menschenrechte sind durch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert. Dazu gehören das Recht auf Freiheit von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung sowie das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten und das Recht auf Zugang zur Justiz.
(Quelle: Webseite der Europäischen Union)
Ich finde es ebenfalls bemerkenswert, dass Europa ein Freihandelsabkommen mit Indien, der größten Demokratie der Welt, abgeschlossen hat. Die Zusammenarbeit zwischen Ost und West kann Großes bewirken. Dies ist ein erster gemeinsamer Schritt, um Indien künftig zur westlichen Gemeinschaft zu zählen.
Lasst euch nicht von den Ereignissen da draußen verunsichern! Mein Ratschlag: Bewahrt die Ruhe und macht Yoga!
Das hilft dabei, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst positiv verändern kann. In diesem Sinne: Hari OM!